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SHORTCUT // better get a house in New Zealand

von Fatima Njoya
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Wie ihr aus unserer Story bereits entnehmen konntet, waren wir auf den Modemessen im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week. Einen kleinen Recap gab es schon via Instagram, doch auf einige Dinge möchten wir noch mehr im Detail eingehen. Was hat uns inspiriert und was haben wir gelernt? Hier unser Shortcut mit einigen Tipps für die kommende Saison und vor allem einer Marke, die ihr besonders auf dem Schirm haben solltet.

SELAMX
Fashion Neudenken im digitalen Zeitalter im WWW, dass keine Limits und Grenzen kennt. Hier ist Raum für alles und jeden, der Bock darauf hat neues auszuprobieren, erklärt uns einer der Mitglieder. Mit einem Mix aus Design und dem Verwenden von digitaler Technologie sind SELAMX mehr als nur eine Designagentur, sondern mehr und mehr Sprachrohr einer Generation und Schöpfer einer neuen Ästhetik. Sie nutzen Augmente und Virtual reality als Kommunikationsmittel zwischen der alten und neuen Welt. Beispielsweise, als sie Kylie Jenner für das Dazed Cover mithilfe des Facefilters Beautygan von AI schminken ließen. Sie werfen neue Denkanstöße auf, wie Schönheitsnorm neu definiert werden können. Laut ihrer Definition ist Selflove im digitalen Zeitalter: Love your digital-self first und dann IRL. Allgemein gab es bei ihnen eine Große Supportculture. Das ganze Team kam für den Talk der Fashiontech zum Thema „If you don’t know, now you know. Fashion + digital technology = Love“ auf der Bühne. Einige zum Sprechen, andere wiederum glänzten mit Anwesenheit, Genialität und rollten sich am Rande der Bühne lässig eine Zigarette. Auf die letzte Frage, wie sie die Risiken von Digitalität, in Bezug auf Deep Fake (mit Hilfe von künstlicher Intelligenz täuschend echt wirkende Videos/Bilder erzeugen) lassen sie den Moderator sprachlos und die Menge mit einem Schmunzeln zurück: „The apocalyps is coming. The fucking machines take over. We can‘t control it, that’s the ting… like better get a house in New Zealand”. Micdrop. Die Jugendliche Arroganz der Avantgarde, die weiß, dass sie gerade mit Dingen arbeiten, die für viele nicht begreifbar und sehr abstrakt sind. Sie sind genial und bewegen sich in ganz anderen Welten und Denkstrukturen und wir dürfen gespannt sein, wo uns das alles hinführen wird.

SEEK
Auf der SEEK gab es die Streetwear Innovationen für die kommende Saison zu sehen. Viel Deconstruction, Colour Blocking und Referenzen aus früheren Jahrzehnten. Auch der Hype um Sportswear Brands aus den 80ern und 90ern führt zum Aufleben vieler ehemaliger Erfolgsmarken. Beim Redesign wird viel mit Upcycling gearbeitet und Teile à la Dapper Dan mit Sportbrand-remix lassen Vintageherzen höherschlagen. Was alle Aussteller verbindet, ist eine hohe Affinität zu Funktionalität. So sehen die Kleidungsstücke nicht nur super-cool und lässig aus, sondern punkten ebenso mit versteckten Gadets, wie pocket-in-pocket-Lösungen, versteckte Inlays, die man von innen nach Außen legen kann oder klassischen Dingen wie gewachste Oberflächen.
Mein persönliches Highlight war das Meanswear Label PREACH. Ein weitere Tochter der Mutterfirma, der Marke Tigha. Jung und dynamisch. Streetwear angelehnt an die großen Namen wie off-white, a cold war und 032c. Hoodies in electric-Neonorange mit inside-out-Fleece, Außennähten und dekonstruierten Elementen. Die Farbpalette ein Mix aus gedeckten Farben und orangen Highlights. Mit dem Slogan we out here to PREACH setzten sie schon einmal eine hohe Messlatte. Obwohl ich nicht in ihre Zielgruppe falle, habe ich mich schon jetzt in das ein oder andere Teil verliebt, also preach love und haltet ab September die Augen offen.

NEONYT
Auf der Neonyt, der größten internationalen Nachhaltigkeitsmesse , die zum 10. Mal im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week stattfand, wurden Tolle sustainability Modelle und Konzepte präsentiert. Angefangen bei kleinen Alltagslösungen, wie wiederverwendbaren Frischhaltefolien von Gaia, hin zu komplexeren Modellen, wie Wasserfiltermöglichkeiten. Obwohl es sehr spannend war zu sehen, was die Aussteller für unterschiedliche Ansätze und Brand-Strategien hatte, gab es bei der Mode leider eine sehr einseitige Ästhetik. Die Nicht jung oder innovativ vom Look überzeugen konnte. Natürlich lassen sich einzelne Teile und vor allem Basics in jeden Schrank integrieren, doch das Fehlen von dem gewissen extra stellt die Frage: wie kann sustainability so gedacht werden, dass auch der Fun-Faktor in Fashion erhalten bleibt. Für viele ist Nachhaltigkeit und vor allem Nachhaltige Mode immer etwas angestaubt oder untragbar, auch wenn Marie Nasemann auf ihrem Blog FAIRKNALLT teilweise fashionable—Labels vorstellt, sind diese jedoch nicht für die breite Masse zugänglich. Sei es dem Willen, dem Lack of Information oder aber auch dem Preisfaktor geschuldet. Sustainability ist eben nicht affordable für jeden und vor allem nicht für junge Leute, die Bock auf Mode haben und sich mehr in Richtung Street-Style bewegen oder High Fashion bewegen. Was für mich persönlich überraschend war, wie viele nachhaltige Optionen es zum Thema Leder gab. Die Taschen aus Apfelschalen von Nuuwai und einem Kork-Papier-Canvas-Mix via humournoir haben es mir angetan und zumindest erstere bewegen sich in einem angenehmen Preisrahmen und haben den Vorteil gegenüber Kunstleder, dass sie nicht brüchig werden und eine lange Haltbarkeit aufzuweisen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf wird es bei der nächsten vielleicht eine dieser Varianten.

Rückblickend lässt sich sagen, die Modemessen haben viele Eindrücke hinterlassen und wir sind sehr gespannt, was uns die neue Saison bringen wird und welche der gesehen Trends sich durchsetzen werden.

 

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